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Gesundheit

Blutgerinnung – ein komplexes System

 

Frau in der Küche mit einer Schnittwunde am Finger

© New Africa AdobeStock 442718206

Sobald Blutgefäße verletzt werden, kommt es zu Blutungen. Wie stark und wie lange es blutet, hängt vom Ausmaß der Verletzung ab. Dass man sich zum Beispiel beim Kochen schneidet und es dann leicht blutet oder man sich irgendwo im Vorbeigehen einen kleinen Kratzer zuzieht, hat jeder schon einmal erlebt. Solche kleinen Verletzungen erscheinen unspektakulär, doch im Körper läuft eine ganze Reihe von Prozessen ab, damit die Blutgerinnung, die für das Stoppen jeder Blutung und das Verheilen einer Wunde entscheidend ist, funktioniert. Noch wichtiger ist die Blutgerinnung bei größeren Verletzungen oder im Falle von Operationen.

Wie läuft die Blutgerinnung ab?

Dass Blut aus einer Wunde austritt, die Blutung schließlich wieder aufhört und die Wunde verschlossen wird, ist ein Prozess in mehreren Stufen. Ganz grob kann man sich diesen Prozess so vorstellen:

  • Zusammenziehen der Blutgefäße
  • Verklumpung/Zusammenballung von Blutplättchen
  • Aktivierung verschiedener Gerinnungsfaktoren
  • Bildung eines Fasernetzes aus dem Protein Fibrin, das die Wunde fest verschließt

Damit Blut gerinnt und eine Blutung stoppt, ziehen sich die verletzten Blutgefäße zusammen und es sammeln sich Blutplättchen an der Stelle, an der das Blutgefäß oder die Gefäße verletzt wurden. Diese ballen sich dort zusammen bzw. verklumpen. Anschließend werden mehrere sogenannte Gerinnungsfaktoren im Körper aktiviert. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die in der Leber gebildet werden. Die Blutgerinnung endet damit, dass sich in der Wunde ein festes Netz aus Fasern bildet, das diese verschließt und der Ausgangspunkt für die Bildung von neuem Gewebe und der vollständigen Wundheilung ist. Insgesamt handelt es sich bei der Blutgerinnung also nicht um ein einzelnes Ereignis, sondern um eine Abfolge vieler Schritte.

Durch die Blutgerinnung kann der Körper Wunden grundsätzlich selbst verschließen und heilen. Ausschlaggebend ist dafür die Größe der Verletzung – bei zu großen Verletzungen muss man die Blutung von außen stoppen. Aber auch bei kleinen Verletzungen kann es passieren, dass die Blutung wegen einer gestörten Blutgerinnung länger andauert. Tritt bei einer Verletzung eine ungewöhnlich lange Blutung auf, wird per Laboruntersuchung überprüft, ob eine solche Störung vorliegt.

Gestörte oder übermäßige Blutgerinnung

Erkrankungen oder manche Medikamente können eine Störung der Blutgerinnung auslösen, in den meisten Fällen ist sie jedoch angeboren. Solche angeborenen Gerinnungsstörungen treten in verschiedenen Formen auf, zu den häufigsten gehören Hämophilie A und B und das von-Willebrand -Syndrom. Sie äußern sich beispielsweise in der Form, dass bei den Betroffenen das Blut langsamer oder gar nicht gerinnt und es zu entsprechend starken Blutungen kommen kann. Auch spontane Blutungen, Einblutungen in Gelenken oder Muskelblutungen können auftreten. Heilbar sind diese Erkrankungen nicht, die Behandlungsmöglichkeiten werden jedoch je nach Erkrankung immer besser, die Therapie richtet sich nach dem individuellen Fall. Sinnvoll ist es, Personen aus dem engsten Umfeld darüber zu informieren und entsprechende Notfall-Medikamente immer griffbereit zu haben.

Einfluss auf die Blutgerinnung kann auch eine Erkrankung der Leber nehmen, da aus der Leber die Blutgerinnungsfaktoren stammen. Deswegen wird bei Betroffenen auch die Blutgerinnung untersucht.

Vor allem bei Operationen ist eine gestörte Blutgerinnung höchst gefährlich. Umgekehrt kann es durch eine Störung im komplexen System der Blutgerinnung auch zu einer übermäßigen Gerinnung kommen. Dann können Blutgefäße im Körper verstopfen, was je nachdem, wo diese Verschlüsse auftreten, gefährliche Folgen haben kann, beispielsweise:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Lungenembolie

Auch hier ist die entsprechende Behandlung wichtig. Diese erfolgt in aller Regel durch Gerinnungshemmer, die unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, wie Warfarin. Diese Gerinnungshemmer wirken dadurch, dass sie praktisch die Gerinnungsfaktoren bremsen. Über die Einnahme solcher Gerinnungshemmer sollte man auch den Zahnarzt informieren, damit beispielsweise vor dem Ziehen eines Zahn überprüft werden kann, ob die Blutgerinnung dafür schnell genug stattfindet. Vor Operationen ist es wichtig zu besprechen, wann die Einnahme von Gerinnungshemmern unterbrochen werden muss, damit es nicht zu einer zu starken Blutung kommt.

Einfluss von Medikamenten

Neben Medikamenten, die speziell zur Behandlung einer übermäßigen Blutgerinnung eingesetzt werden, gibt es auch andere Medikamente mit gerinnungshemmender Wirkung, zum Beispiel Aspirin. Diese Medikamente beeinflussen die Blutplättchen, sodass sie weniger leicht verkleben.

Während der Wundheilung oder unmittelbar vor oder nach Operationen sollten Medikamente mit einer solchen gerinnungshemmenden Wirkung nicht eingenommen werden, deswegen ist Aspirin als Schmerzmittel unter diesen Umständen tabu. Umgekehrt können solche Medikamente bei Menschen mit einer übermäßigen Blutgerinnung bereits helfen, diese zu vermindern und so das Risiko für lebensgefährliche Folgen senken.
 
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