|
|||||||
Elektronische Patientenakte - die neue Ära digitaler Gesundheitsversorgung
![]() © agenturfotografin AdobeStock 434593014 Mit der bundesweiten Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) tritt Deutschland in eine neue Ära der digitalen Verwaltung im Gesundheitswesen ein. Für in Deutschland lebende Menschen hat diese Änderung Auswirkungen darauf, wie medizinische Unterlagen gespeichert, abgerufen und weitergegeben werden. Dabei handelt es sich nicht nur um eine bürokratische Umstellung, sondern um eine Transformation, die darauf abzielt, die Effizienz zu verbessern, den Papierkram zu reduzieren und die Versorgung zu optimieren. Für Versicherte bringt die Umstellung sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Die elektronische Patientenakte verstehenDie elektronische Patientenakte ist ein sicherer, digitaler Speicherort, der die Krankengeschichte, Verschreibungen, Diagnosen, Impfdaten und Testergebnisse einer Person enthält. Die ePA wurde im Rahmen der digitalen Gesundheitsstrategie Deutschlands eingeführt und wird von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse verwaltet. Der Zugriff erfolgt über sichere mobile Apps oder Webportale. Wichtige Merkmale der ePA
Wozu dienen elektronische Gesundheitsakten?
Welche Informationen werden in elektronischen Gesundheitsakten gespeichert?Ärzte, Psychotherapeuten und andere medizinische Fachkräfte können folgende Arten von Informationen in einer elektronischen Gesundheitsakte speichern:
Die ePA befindet sich jedoch noch in der Entwicklung. Bislang ist es nicht möglich, Bilddateien wie Röntgenaufnahmen zu speichern, da diese zu groß sind. Für die Zukunft ist geplant, digitale Versionen von Impfausweisen, Mutterpässen, Bonusheften und dergleichen in der ePA zu speichern. Wie verwalten Sie Ihre elektronische Gesundheitsakte?Sie können Ihre ePA mit der App Ihrer Krankenkasse auf Ihrem Smartphone oder Tablet verwalten. Jede gesetzliche Krankenkasse bietet eine eigene ePA-App mit Anweisungen zur Einrichtung und Nutzung an. Eltern oder andere Erziehungsberechtigte verwalten die ePAs von Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 15 Jahren. Bei Erwachsenen, die ihre Angelegenheiten nicht selbst regeln können, übernimmt dies ein Vormund. Wenn Erwachsene ihre ePA nicht selbst verwalten können oder kein Smartphone besitzen, können sie einer oder mehreren Vertrauenspersonen Zugriff auf ihre ePA gewähren. So können auch Freunde und Familienangehörige, die weit entfernt wohnen, helfen. Diese müssen nicht bei derselben Krankenkasse versichert sein wie die Person, deren ePA sie verwalten. Sie benötigen lediglich die ePA-App ihrer eigenen Krankenkasse. Damit können sie die ePA der anderen Person verwalten, aber sie können sie nicht löschen oder andere Vertreter benennen. Sie können die ePA einer anderen Person auch verwalten, ohne selbst eine ePA zu haben. Wenn Sie selbst keine ePA nutzen können oder wollen, können Sie auch nur Ihren Ärzten erlauben, Daten darin zu speichern und zu nutzen. Wie werden Ihre Daten geschützt?Alle Informationen in Ihrer ePA werden dort in verschlüsselter Form gemäß den neuesten technischen Standards gespeichert. Der Zugriff auf die ePA ist nur über ein spezielles sicheres digitales Netzwerk möglich, das als „Telematikinfrastruktur“ bezeichnet wird. Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken und andere Gesundheitsdienstleister in Deutschland sind an dieses Netzwerk angeschlossen. Auch ePA-Apps laufen über das TI-Netzwerk. Jede Software, die in der TI verwendet wird, muss hohen Datensicherheitsstandards entsprechen. Alle Aktivitäten in der ePA werden in einem Protokoll aufgezeichnet. Das Protokoll wird drei Jahre lang gespeichert. So können Sie sehen, wer auf Ihre Daten zugegriffen hat. Die anderen Daten in Ihrer ePA müssen nicht nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden, sodass sie ein Leben lang gespeichert bleiben können.
|
|||||||
|
|
|
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||