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Gesundheit

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter

 

© deagreez AdobeStock 218033159

Zahngesundheit ist das ganze Leben ein Thema, vom ersten Zahn bis ins hohe Alter. Denn die Mundgesundheit hat auch großen Einfluss auf das gesamte restliche Wohlbefinden. So können Erkrankungen des Mundraums zu weiteren gesundheitlichen Beschwerden führen. Im Laufe des Lebens verändern sich aber die Anforderungen an die Zahnpflege und Mundhygiene in den Details.

Die richtige Routine für jedes Alter

Die Grundlagen bleiben dabei zunächst gleich:

  • zweimal täglich die Zähne putzen
  • fluoridhaltige Zahnpasta
  • Zahnzwischenräume reinigen (z. B. mit Zahnseide)
  • auf regelmäßige Zahnarztbesuche achten

Unter Umständen fällt die tägliche Pflegeroutine im Alter aber schwerer, weil die Feinmotorik nicht mehr perfekt funktioniert. Hilfreich können dann elektrische Zahnbürsten oder solche mit dickeren Griffen sein, die leichter zu halten sind. Auch Dreikopfzahnbürsten sind womöglich eine Überlegung wert. Macht die Benutzung von Zahnseide Schwierigkeiten, gibt es auch hier entsprechende Hilfsmittel wie Interdentalbürstchen.

Im Alter kommt unter Umständen auch das Thema Zahnersatz hinzu. Dieser sollte ebenfalls zweimal am Tag mit einer Bürste und einem passenden Produkt gesäubert werden. Normale Zahnpasta ist für Prothesen nicht geeignet, denn diese kann die Oberflächen angreifen und dadurch aufrauen. Bei einer Vollprothese ist zudem die Reinigung des Zahnfleischs ein Punkt. Dieses wird von einer kompletten Prothese den ganzen Tag abgedeckt und sollte deswegen ebenfalls zweimal täglich mit einer weichen Bürste sanft geputzt werden.

Besondere Ansprüche im Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper, entsprechend gibt es auch bei der Mundhygiene und -gesundheit Aspekte, auf die man nun neu oder verstärkt achten muss. So ist es besonders wichtig, sich gut um das Zahnfleisch zu kümmern. In einem gewissen Maß bildet es sich im Alter auf natürliche Weise zurück. Es wird jedoch auch anfälliger und empfindlicher und es ist wichtig, den natürlichen Rückgang von einem Schwund durch eine Erkrankung zu unterscheiden. Aus Zahnfleischentzündungen kann sich zudem eine Parodontitis entwickeln, die schließlich zu Schäden am Zahnhalteapparat und dadurch wiederum zum Zahnverlust führen kann. Wenn sich das Zahnfleisch zu weit zurückzieht, können auch die Zahnhälse freigelegt werden - damit steigt das Kariesrisiko.

Die Anfälligkeit für Mundtrockenheit ist im Alter ebenfalls höher. Die Ursache besteht teilweise darin, dass der Speichelfluss geringer wird. Dieser Umstand wird von manchen Medikamenten noch verstärkt, die viele Menschen im fortgeschrittenen Alter einnehmen, beispielsweise Arzneimittel gegen Bluthochdruck. Mundtrockenheit kann wiederum u. a. Mundgeruch verursachen. Fließt weniger Speichel, wird dadurch auch die natürliche Reinigung des Mundraums verringert. Abgestorbene Zellen der Mundschleimhaut werden schlechter abtransportiert, Bakterien haben es leichter. Das begünstigt die Bildung unangenehmer Gerüche und kann auch Entzündungen und Karies nach sich ziehen. Um Mundtrockenheit entgegenzuwirken, können z. B. zuckerfreie Lutschpastillen helfen. Der wichtigste Punkt ist jedoch, genug zu trinken, im Idealfall Wasser und ungesüßte Tees.

Zudem ist es normal, dass sich auch der Zahnschmelz im Laufe der Jahre abbaut. Dadurch haben es Bakterien, die Karies auslösen, leichter. Vor allem deswegen ist fluoridhaltige Zahnpasta wichtig, denn diese hilft, den Zahnschmelz zu erhalten.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Im Alter wird sie oft einseitiger, was wiederum zum Fehlen wichtiger Nährstoffe führen kann. Auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, ist also weiterhin entscheidend. Man kann sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: In Rohkost und Vollkornprodukten stecken einerseits viele wichtige Nährstoffe, sie sind u.a. wichtig für die Verdauung. Gleichzeitig tragen diese Lebensmittel dazu bei, die Zähne zu reinigen und zu stärken, und sollten möglichst oft auf dem Speiseplan stehen. Man führt dem Körper damit nicht nur wichtige Vitamine und Mineralien zu, sondern tut auch ganz direkt etwas für gesündere Zähne.

Bei diesen Symptomen zum Arzt

Die regelmäßige Vorsorge und eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt gehören in jedem Alter dazu. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Beschwerden, bei denen man den Zahnarzt zügig aufsuchen sollte. Dazu gehören Schmerzen und Lockerungen von Zähnen. Auch Zahnfleischbluten oder starker Rückgang des Zahnfleischs sollten abgeklärt werden. Bei allen Anzeichen, die auf eine Entzündung hindeuten, wie geschwollenes, druckempfindliches Zahnfleisch oder auch Eiterbildung, ist der Arztbesuch ebenfalls dringend angeraten.

Zum Zahnarzt sollte man aber auch dann gehen, wenn es mit dem Zahnersatz Probleme gibt. Also dann, wenn dieser nicht richtig sitzt, Druck beim Kauen ausübt oder andere Beschwerden verursacht. Auch für Prothesen kann es sinnvoll sein, diese regelmäßig vom Profi reinigen zu lassen.
 
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