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Gesundheit

Ganzheitlich geschützt: Sonnenschutz von innen und außen

 

© nenetus AdobeStock 790400821

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm Urlaub, Badespaß und laue Sommerabende. Lange Aufenthalte im Freien ohne Sonnenschutz bergen aber bestimmte Risiken für unsere Haut: Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und ein damit steigendes Risiko für Hautkrebs. Ein effektiver Sonnenschutz ist daher enorm wichtig und kann neben dem äußeren Schutz durch Sonnencreme und Kleidung auch Schutzmaßnahmen von innen heraus umfassen.

Der Klassiker: Sonnenschutz von außen

Unsere Gesundheit wird es uns definitiv danken, wenn wir im Freien aktiv sind. Das Sonnenlicht ist nicht nur eine Wohltat für unsere psychische Gesundheit, auch verschiedene Körperfunktionen profitieren von der Vitamin D-Bildung durch die UV-Strahlen. Sie können unserer Haut und unseren Augen aber auch Schaden zufügen. Bei längeren, ungeschützten Aufenthalten im Freien kann sich das Risiko für frühzeitige Hautalterung, Hautkrebs oder Schäden an den Augen erhöhen. Daher ist ein guter Sonnenschutz sehr wichtig.

Die Sonne begleitet uns aber nicht nur im Urlaub, sondern auch bei Aufenthalten im Freien – selbst an bedeckten oder winterlichen Tagen.

Unsere Haut können wir daher von außen durch

  • Sonnenschutzmittel,
  • schützende Kleidung,
  • Kopfbedeckung und
  • Sonnenbrillen

schützen.

Sonnenschutzmittel
Um die sommerlichen Sonnenstunden genießen zu können, ist eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) sehr wichtig.

Es empfiehlt sich:

  • Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Schutz zu verwenden,
  • auf einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) zu achten,
  • besonders die unbedeckten Körperstellen (Gesicht, Hals, Kopf, Hände, Füße) gut einzucremen,
  • das Sonnenschutzmittel bereits vor dem Aufenthalt in der Sonne aufzutragen, damit es gut einwirken kann.

Der LSF gibt die je nach Hauttyp individuelle Schutzzeit an, die man sich theoretisch eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.
Die Faustregel dabei lautet: Eigenschutzzeit multipliziert mit LSF = Minuten.
Wer beispielsweise einen sehr hellen Hauttyp hat und nach maximal zehn Minuten in der Sonne eine gerötete Haut bekommt, verlängert mit einem LSF 50 die Schutzdauer auf 500 Minuten.

Sonnenschutz-Kleidung
Sonnenhut oder Sonnenkappe können UV-Strahlen vom Gesicht abhalten und im Idealfall auch Ohren und Nacken schützen. Zusätzlich empfiehlt es sich, spezielle Kleidung mit UV-Schutzfaktor zu tragen, um den Körper ausreichend zu schützen. Das Wirkprinzip funktioniert dabei ähnlich wie bei Sonnenschutzmittel: der sogenannte UPF gibt an, wie viel länger eine Person mit UV-Schutzkleidung sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Sonnenbrillen
UV-Strahlen können ohne Schutz das Risiko für Schädigungen am Auge erhöhen, vor allem bei starker Sonneneinstrahlung.

Beim Kauf einer Sonnenbrille ist es besonders wichtig:

  • auf deklarierten UV-Schutz für die Augen zu achten,
  • bestimmte Kategorien wie Tönung, Blaulichtfilter, Seitenschutz etc. miteinzubeziehen,
  • sich vorab beraten zu lassen.

Auch von innen vor der Sonne schützen

Durch Umwelteinflüsse und klimatische Veränderungen wird das Thema Sonnenschutz immer komplexer. Um unsere Zellen gut zu schützen, kann zusätzlich zu Sonnencreme & Co der Sonnenschutz auch von innen heraus aufgebaut werden. Bestimmte Nährstoffe machen die Haut widerstandsfähiger und helfen ihr beim Regenerieren. Die gezielte Zufuhr von sogenannten Mikronährstoffen kann die Zellen dabei unterstützen, besser mit Stress durch UV-Strahlen umzugehen.

Besonders hilfreich können dabei Carotinoide wie

  • Beta-Carotin,
  • Lycopin und
  • Astaxanthin

sein. Dabei handelt es sich um Pflanzenfarbstoffe in Obst- und Gemüsesorten, die sich in den Hautschichten absetzen. Viel Beta-Carotin liefern beispielsweise Karotten oder Tomaten, besonders Tomatenmark ist reich an Lycopin, während Astaxanthin in Algen vorkommt.

Sie können dabei unterstützen,

  • Entzündungsreaktionen zu regulieren,
  • oxidative Prozesse zu mildern oder
  • die Haut widerstandsfähiger

zu machen.

ABER: Eine bewusste Ernährung ist grundsätzlich wichtig für unsere Gesundheit und kann den Sonnenschutz von innen heraus unterstützen, ersetzt jedoch keine Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung, die äußerlich angewendet werden.

Tipp: Am wichtigsten, um sich vor UV-Strahlung zu schützen: In der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr idealerweise nicht in die Sonne gehen und sich selbst im Schatten nur mit Sonnenschutz aufhalten. Das ist vor allem in den Monaten von April bis September wichtig.

 
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