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Gesundheit

Ursachen und Behandlung bei Harnwegsinfekt durch resistente Bakterien

 

© New Africa AdobeStock 804142993

Harnwegsinfektionen (HWIs) gehören weltweit zu den häufigsten bakteriellen Infektionen. Bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 50 Jahren treten sie bei Frauen wesentlich öfter auf als bei Männern. Einer der Gründe hierfür liegt in der kürzeren Harnröhre bei Frauen, die es Bakterien erleichtert, in die Blase zu gelangen. Während der Großteil der Infektionen gut behandelbar ist, wird die Situation zunehmend durch das Auftreten resistenter Bakterienstämme und die sogenannte Resistenzentwicklung erschwert.

Resistente Bakterien bei Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen sind Entzündungen der Harnwege. Zu ihnen zählen Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre. Je nachdem, welcher Abschnitt betroffen ist, unterscheidet man verschiedene Formen der Harnwegsinfektion. Die häufigste Form ist die Blasenentzündung. Jede zweite Frau ist in ihrem Leben von einer Harnwegsinfektion (HWI) betroffen, bei jeder vierten Frau wird sie chronisch und tritt immer wieder auf.

Die häufigste Ursache für Harnwegsinfektionen sind Bakterien, insbesondere Escherichia coli-Bakterien (E.coli), die normalerweise im Darm vorkommen. Diese Bakterien können über die Harnröhre in die Harnwege gelangen und dort eine Infektion verursachen.

Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung einer Harnwegsinfektion zählen:

  • weibliches Geschlecht,
  • Geschlechtsverkehr,
  • häufiger Wechsel von Sexualpartnern,
  • Tragen eines Blasenkatheters,
  • Gebrauch von Diaphragma mit Spermiziden,
  • Schwangerschaft,
  • Menopause,
  • übertriebene Intimhygiene,
  • kürzlich erfolgte Antibiotikatherapie,
  • Vergrößerung der Prostata (bei Männern),
  • etc.

In den letzten Jahren hat jedoch auch die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen, speziell von multiresistenten E.coli-Stämmen, stark zugenommen. Ein Hauptgrund hierfür liegt im übermäßigen und unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika. Resistente Bakterien entstehen, wenn Antibiotika nicht korrekt eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Verschreibung bei viralen Infektionen, bei denen sie unwirksam sind. Diese Bakterien können ihre Resistenzen an andere Bakterien weitergeben und sich so schnell verbreiten.

Faktoren, die das Risiko für einen Harnwegsinfekt durch resistente Bakterien erhöhen, sind:

  • wiederholte Harnwegsinfektionen: Betroffene, die häufig mit Antibiotika behandelt werden, entwickeln eher Resistenzen.
  • Katheterisierung: Menschen mit langfristigen Harnkathetern sind anfälliger für resistente Infektionen.
  • Schwaches Immunsystem: Chronische Erkrankungen oder Behandlungen, die das Immunsystem unterdrücken, erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Herausforderungen in der Behandlung

Die Behandlung von Harnwegsinfektionen erfolgt in der Regel durch die Gabe von Antibiotika. Bei einer Infektion durch resistente Bakterien sind jedoch viele der Standard-Antibiotika unwirksam, was die Therapie schwierig macht. In diesem Fall müssen oft sogenannte Reserveantibiotika eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um spezielle Antibiotika, die nur bei Infektionen mit resistenten Erregern angewendet werden. Sie sind jedoch teurer, können stärkere Nebenwirkungen haben und sind nur begrenzt verfügbar.

Aus diesem Grund rücken zunehmend auch alternative Therapien in den Fokus:

  • PhagentherapieBei Phagen handelt es sich um Viren, die gezielt bestimmte Bakterien angreifen, ohne dabei die körpereigene Flora zu stören. Dieser Ansatz wird aktuell intensiv erforscht, da bereits gute Ergebnisse bei resistenten Infektionen beobachtet werden konnten.
  • Therapie mit ProbiotikaBestimmte Probiotika können dabei unterstützen, die Vaginalflora zu stärken und so resistente Infektionen zu verhindern oder zu behandeln.
  • Immunmodulation: Bei der Immunmodulation werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem stärken und so die körpereigene Abwehr gegen Infektionen fördern.

In diesem Zusammenhang sollte jedoch erwähnt werden, dass diese alternativen Therapieansätze aktuell noch erforscht werden und noch keine fundierten Aussagen zur Wirkungsweise getroffen werden können.

Wichtig sind jedenfalls präventive Maßnahmen, die dazu beitragen können, dass Harnwegsinfektionen gar nicht erst entstehen:

  • verantwortungsvoller Einsatz von Antibiotika: Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen verschrieben und verwendet werden.
  • auf Hygiene achten: Sorgfältige Hygiene, wie regelmäßiges Händewaschen und angemessene Reinigung des Genitalbereichs, kann die Übertragung von Bakterien verhindern.
  • Stärkung des Immunsystems: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesunder Lebensstil können das Immunsystem stärken und die Infektionsanfälligkeit senken.

Harnwegsinfektionen durch resistente Bakterien stellen ein ernstes gesundheitliches Problem dar, das nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt, sondern auch die Behandlungsmöglichkeiten einschränkt. Die zunehmende Antibiotikaresistenz macht es erforderlich, Antibiotika noch verantwortungsvoller einzusetzen und präventive Maßnahmen zu verstärken.

 
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