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Tipps und Tricks

Kinder immer vor Sonne schützen

 

© nadezhda1906 AdobeStock 253243801

Gerade Kinder sollten sich möglichst viel im Freien aufhalten und sich an der frischen Luft bewegen. Das ist gesund und wichtig – dabei sind sie jedoch einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, sich in der Sonne aufzuhalten, als Erwachsene. Kinder müssen jedoch immer vor der Sonne geschützt werden. Einerseits kann die direkte Sonneneinstrahlung kurzfristig zu Sonnenbrand und langfristig zu Schädigungen der Haut führen. Solche Schädigungen sind besonders gefährlich, wenn sie bereits in der Kindheit auftreten. Sonnenbrand als Kind kann tatsächlich schwerwiegende Auswirkungen haben und, je nachdem, wie häufig es dazu gekommen ist, das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter erhöhen.

Kinder haben gleichzeitig noch nicht das Bewusstsein von Erwachsenen für die Gefahren der Sonnenstrahlen. Deswegen muss man als Erwachsener umso stärker auf den richtigen und ausreichenden Sonnenschutz bei den Kleinen achten.

Vor allem im Sommer bietet sich eine Mittagspause an. Da die Belastung durch UV-Strahlen zwischen 11 Uhr und 15 Uhr am höchsten ist, verbringt man diese Zeit am besten drinnen oder zumindest komplett im Schatten.

Je kleiner Kinder sind, umso angreifbarer ist die Haut, da sich der Eigenschutz erst aufbauen muss. Dieser Eigenschutz schützt, selbst wenn er vollständig gebildet ist, aber auch nur wenige Minuten vor Sonnenbrand; vor anderen Gefahren, wie Hitzschlag oder Sonnenstich, überhaupt nicht. Bei Babys kommt hinzu, dass man sie im ersten Lebensjahr noch nicht mit Sonnenschutzmitteln eincremen sollte, da die Haut auch dafür noch zu empfindlich ist.

Auch mit einem Sonnenschutz, zum Beispiel dem Verdeck des Kinderwagens, gehören Babys auf keinen Fall in die Sonne. Die Gefahr, dass die Kleinen überhitzen, ist zu groß. Während ein Baby, dem zu kalt ist, unruhig wird und weint, macht sich ein schlafendes Baby, das überhitzt, nicht unbedingt bemerkbar. Im Sommer gilt es deswegen, besonders vorsichtig zu sein. Während der ersten zwölf Monate haben die Kleinen also gar nichts in der Sonne verloren, anschließend sollten sie noch immer die allermeiste Zeit im Schatten verbringen.

Wenn die Kleinen sich allmählich selbst in der Sonne bewegen, ist einerseits das richtige Sonnenschutzmittel wichtig, dazu aber auch die richtige Kleidung. Da die Kinderhaut empfindlicher ist, kann man auf spezielle Sonnenschutzmittel für Kinder zurückgreifen. Der Lichtschutzfaktor sollte dabei mindestens bei 30 liegen. Wer beim richtigen Sonnenschutzmittel Beratung braucht, kann beim Kinderarzt oder in der Apotheke nachfragen. Wenn die Haut spezielle Ansprüche hat oder bei Allergien, ist die Rücksprache mit dem Kinderarzt ebenfalls sinnvoll.


Sonnenschutzmittel sollte man großzügig auftragen und regelmäßig nachcremen. Sinnvoll ist auch, dass das Eincremen früh genug stattfindet, also einige Minuten, bevor man nach draußen geht. Die meisten Sonnenschutzmittel brauchen eine Weile, bis sie ihre Wirkung voll entfalten. Früh genug anzufangen, gilt auch im Bezug auf die Jahreszeiten: Nicht erst im Hochsommer braucht man Sonnenschutz, bereits ab März ist er an Sonnentagen sinnvoll.

Beim Badeurlaub oder im Schwimmbad ist Sonnenschutz von besonderer Bedeutung, denn Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen und führt insgesamt zu einer höheren UV-Belastung. Im Wasser verabschiedet sich Sonnenschutzmittel sehr schnell, deswegen sollte man es nach jedem Gang ins Wasser noch einmal erneuern und am besten wasserfeste Produkte verwenden.

Gerade am Wasser weht zudem oft ein leichter Wind und man bemerkt die Sonneneinstrahlung erst zu spät. Auch an leicht bewölkten Tagen ist es schwerer, drohende Sonnenbrandgefahr zu bemerken. Auch mit Wolken am Himmel dringen mehr als drei Viertel der UV-Strahlen weiterhin durch. In diesen Wetterlagen ist also nicht weniger Vorsicht geboten, sondern mehr.

Allgemein schützen lange Hosen und Oberteile, die jedoch locker und luftig sitzen, besser vor der Sonne als kurze Kleidung, dazu setzen die Kleinen Mützen oder Sonnenhüte auf. Der Sonnenschutz für den Kopf sollte den Nacken bedecken, dieser ist nämlich besonders bei kleinen Kindern sehr empfindlich. Schon für ganz kleine Kinder gibt es bereits Sonnenbrillen, hier sollte man auf entsprechende Prüfsiegel achten. Für den Badeurlaub gibt es auch UV-Schutzkleidung, die man im Wasser sogar anlassen kann. In aller Regel trocknet diese Kleidung auch besonders schnell.

 

Da man Kinder immer vor der Sonne schützen sollte, ist auch die Vorbildfunktion der Erwachsenen wichtig. Wenn die Kleinen sehen, dass auch die Eltern sich eincremen und Mützen aufsetzen, sind sie meistens auch leichter dazu zu überreden.
 
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