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Gesundheit

Inhalationen richtig durchführen

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Bei Erkrankungen der Atemwege werden häufig Inhalationen angewendet – entweder weil sie vom Arzt verordnet wurden oder als unterstützendes Hausmittel. Geeignet sind sie sowohl bei Husten und Heiserkeit als auch bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung. Grundsätzlich atmet man beim Inhalieren Dampf oder Aerosole ein. Die Schleimhäute werden befeuchtet und ihre Durchblutung gefördert. Außerdem helfen Inhalationen dabei, die Sekrete aus den Nebenhöhlen oder den Bronchien zu lösen und leicht ausscheiden zu können.

 

Inhalationen sind auch deswegen ein klassisches Hausmittel gegen Erkältungen, weil sie im Grunde fast jeder anwenden darf und sie mit einfachsten Mitteln aus der Küche ganz leicht herzustellen sind. Man braucht einen Topf oder eine hitzebeständige Schüssel, heißes Wasser und ein Handtuch. Das Wasser sollte nicht kochen, aber so heiß sein, dass Dampf aufsteigt. Ein Richtwert sind 70 Grad. In das Wasser gibt man einen Zusatz, beispielsweise ein ätherisches Öl oder Kräuter. Auch manche Sorten Erkältungsbalsam lassen sich zum Herstellen einer Inhalation verwenden. Anschließend setzt man sich an den Tisch, beugt sich über den Topf und legt das Handtuch so über den Hinterkopf und das Gefäß, dass der Dampf nicht entweicht. Wichtig ist dabei, dass man ausreichend Abstand zu der Inhalationslösung hält, um sich nicht zu verbrühen.

Anschließend atmet man ruhig und gleichmäßig für einige Minuten den Dampf ein. Zur Dauer der Inhalation gibt es verschiedene Empfehlungen, die von fünf bis zehn Minuten bis hin zu zehn bis zwanzig Minuten reichen. In jedem Fall gilt: Wird es zwischendurch unangenehm, beendet man die Inhalation direkt.

Nach dem Inhalieren sollte man sich ein wenig Ruhe gönnen, bei Erkältungen ist dies ohnehin Hausmittel Nummer eins.

Wenn keine individuellen Gründe dagegen sprechen, kann man ruhig mehrmals am Tag inhalieren. Um sich dabei rundum wohlzufühlen, kann man ein paar zusätzliche Vorkehrungen treffen: Auch wenn die Inhalation nur wenige Minuten dauert, sollte man für die Zeit wirklich bequem sitzen können. Gerade wenn man erkältet ist, wird einem unter Umständen schneller kalt, vor allem, wenn man ruhig sitzt. Sich vor dem Inhalieren warm einzupacken, schafft hier Abhilfe.

 

Bei der Frage, welchen Zusatz man zum Inhalieren in das Wasser gibt, hat man recht viel Auswahl. Hier kommt es auch darauf an, welche Atemwegserkrankung man kurieren will. Kamille hilft bei Heiserkeit und Halsschmerzen, Minze befreit die Atemwege, Thymian und Salbei sind hilfreich gegen Husten. Sowohl bei Thymian als auch bei Salbei kann man einfach das Kraut selbst verwenden, bei Thymian eignet sich auch ein entsprechendes Öl. Ein weiterer Klassiker ist Eukalyptusöl, denn Eukalyptus wirkt schleimlösend. Daneben hat sich aber auch simples Kochsalz als hilfreich erwiesen. Gerade dann, wenn man zu Hause inhaliert und womöglich keinen anderen Zusatz im Schrank hat, kann man also problemlos auf Kochsalz zurückgreifen. Wenn man sich unsicher ist, welchen Zusatz man verwenden sollte, hält man am besten Rücksprache mit dem Arzt.

Auch beim Inhalieren gilt: Die Wirkstoffe können Überempfindlichkeitsreaktionen oder auch allergische Reaktionen hervorrufen. Am besten ist man deswegen nicht alleine, wenn man inhaliert – dies gilt besonders für Menschen mit Kreislaufproblemen. Auf gar keinen Fall dürfen Kinder unbeaufsichtigt inhalieren, hier ist das Verletzungsrisiko zu hoch. Kinder sollte man außerdem sicherheitshalber mit Zusätzen inhalieren lassen, die der Arzt empfohlen hat, und auf keinen Fall ätherische Öle verwenden. Je jünger die Kinder sind, desto empfindlicher reagieren die Atemwege auf die Dämpfe der ätherischen Öle, hier bestehen ernsthafte Risiken für die Gesundheit.

 

Eine Alternative zum Inhalieren über Topf oder Schüssel ist ein Inhalationsgerät. Hier erreichen die Aerosole treffsicher Mund und Nase, kein Dampf entweicht und es geraten auch keine Dämpfe in die Augen. Gerade ätherische Öle können unter Umständen reizend wirken, wenn sie die Augen erreichen. Das Risiko, sich am Wasserdampf oder an der Lösung zu verbrühen, fällt bei Inhalationsgeräten ebenfalls weg. Bei der Frage, welches der verschiedenen Geräte man am besten auswählt, kann der Arzt weiterhelfen.

 
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