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Gesundheit

Motorische Entwicklung bei Babys - was in welchem Monat?

 

© Irina Schmidt AdobeStock 143134655

In den ersten 12 Monaten nach der Geburt entwickeln sich bei Babys rasend schnell die Sinne und die motorischen Fähigkeiten. Dabei gibt es grobe Richtlinien dafür, welcher Entwicklungsschritt in welchem Monat normal ist. Dazu muss man jedoch von vornherein sagen, dass sich jedes Baby in seinem eigenen Tempo entwickelt. Wenn die Entwicklung einmal nicht ganz genau nach dem Schema abläuft, das so etwas wie den Durchschnittswert der Entwicklungsschritte darstellt, ist das nicht gleich ein Grund zur Sorge. Manche Babys entwickeln sich auch in einem Bereich besonders schnell, konzentrieren sich dann aber auch darauf und hängen deswegen woanders sozusagen hinterher. Zudem werden bei den Vorsorgeuntersuchen, die bereits direkt nach der Geburt mit der U1 beginnen, auch die motorischen Fortschritte des Babys überprüft, hier werden Auffälligkeiten im Allgemeinen vom Kinderarzt frühzeitig entdeckt.

Schon direkt nach der Geburt funktionieren bei Babys alle Sinne, einige besser als andere. Das Gehör von Neugeborenen ist beispielsweise schon recht gut, der Geruchssinn ebenso. Beim Sehen brauchen die Kleinsten aber noch eine Weile, zunächst können sie nur hell und dunkel unterscheiden und verschwommene Bewegungen wahrnehmen. In motorischer Hinsicht funktionieren Reflexe wie der Greifreflex, also das Schließen der Finger, wenn man die Handinnenflächen berührt, und der wichtige Saug- und Schluckreflex.

Im dritten Monat beginnen Babys, das Köpfchen zu heben, können es aber unter Umständen noch nicht lange alleine halten. Im vierten Monat lernen die Kleinen, zielgerichtet nach Dingen zu greifen und diese festzuhalten. Außerdem fangen Babys an, sich selbst zu drehen. Erst vom Rücken auf die Seite, später auch vom Bauch auf den Rücken und am Ende vom Rücken auf den Bauch.

Zwischen dem siebten und dem zehnten Monat sind Babys damit beschäftigt, Fortbewegung zu erlernen. Wenn ein Baby nicht krabbeln will, ist das vollkommen in Ordnung, denn nicht alle Kinder bewegen sich gerne auf diese Art vorwärts. Stattdessen kommen auch manche Alternativen zum Einsatz wie auf dem Bauch robben oder auf den Knien rutschen. Auch das Sitzen fällt den Kleinen immer leichter. Mit zehn Monaten können die meisten Babys frei sitzen und ihre Hände mit einem Spielzeug beschäftigen.

Ab dem neunten Monat fangen Babys auch an, sich an Möbelstücken oder auch Wänden hochzuziehen. Hier ist jetzt erhöhte Vorsicht geboten, da die Kleinen keinen Unterschied machen können, ob ein Stuhl stehen bleiben wird, wenn sie versuchen, daran hochzuklettern, oder ob sie die Tischdecke bei ihren Bemühungen herunter ziehen.

Mit dieser Phase beginnt das Laufenlernen. Einzelne Etappen hierbei sind, dass die Kleinen sich zunächst an Möbeln oder auch den Wänden entlang tasten, auch die Hände der Eltern sind gerne gesehene Hilfsmittel. Später reicht dann eine Hand als Hilfestellung aus und spätestens im Alter von 18 Monaten können die meisten Kinder alleine laufen und die Welt auf den eigenen Füßen erkunden.

Hinweise darauf, dass die motorische Entwicklung gestört ist, finden sich zum Beispiel in der Art und Weise, wie Babys Laufen lernen. Dass die Kleinen am Anfang stolpern, hinfallen oder unsicher sind, ist normal. Wenn Kinder aber erhebliche Schwierigkeiten dabei haben, Laufen oder Hüpfen zu lernen oder sehr ungeschickt sind, wenn sie rennen oder klettern, kann das ein Hinweis auf Probleme sein. Auch übermäßig häufiges Stolpern gehört dazu. Bei den Händen und Armen zeigen sich motorische Schwierigkeiten zum Beispiel dadurch, dass die Kleinen Dinge oft einfach fallen lassen oder Probleme mit dem Malen und Zeichnen haben. Wenn man das Gefühl hat, dass ein Kleinkind besonders große Probleme mit einem Bewegungsablauf hat, kann man dies ruhig beim Kinderarzt ansprechen.

 
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